19. April 2011

Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2010

Die OpenLimit Holding AG, international führender Anbieter von elektronischen Identitäts- und Signaturlösungen, veröffentlichte heute früh den Jahresbericht für das Geschäftsjahr 2010

OpenLimit konnte den Umsatz gegenüber der Vorjahresperiode um 13% von CHF 6.59 Mio. auf CHF 7.42 Mio. steigern. Mit dem durchschnittlichen EUR/CHF Wechselkurs für 2009 und 2010 gerechnet, hat sich der Umsatz sogar um 23% von EUR 4.36 Mio. auf EUR 5.37 Mio. verbessert. Ohne die deutliche Abschwächung des Euros im Vergleich zum Schweizer Franken, Verzögerungen in einigen Grossprojekten, sowie den Startschwierigkeiten im Zusammenhang mit der Einführung des neuen Personalausweises in Deutschland - allesamt Faktoren, die nicht direkt in der Einflusssphäre der OpenLimit standen - wäre ein noch deutlich besseres Ergebnis möglich gewesen. Unter Einbeziehung von aktivierten Eigenleistungen des Unternehmens konnte mit CHF 10.81 Mio. zum ersten Mal ein Gesamtertrag imzweistelligen Millionenbereich erreicht werden (2009: CHF 9.56 Mio.), was wiederum einem Zuwachs von 14% entspricht. Das EBITDA war mit CHF 1.25 Mio. um 67% höher als im Jahr 2009 (2009: CHF 0,75 Mio.), während beim EBIT eine leichte Verbesserung auf CHF -1.19 Mio. (+4% verglichen mit 2009: CHF -1.23 Mio.) verzeichnet werden konnte. Das Gesamtergebnis in 2010 resultiert in einem Verlust von CHF -2.26 Mio. (2009: CHF -0,80 Mio.). Die Ausweitung des Verlustes ist vor allem auf Kursverluste bei der Umrechnung von EUR auf CHF zurückzuführen, welche im Jahr 2010 das Finanzergebnis mit CHF -1.03 Mio. zusätzlich belastet haben (2009: CHF -0,13 Mio.).

Aus operativer Sicht war das Highlight im vergangenen Jahr für OpenLimit zweifelsfrei die Einführung des neuen Personalausweises in Deutschland. Mit dem Roll out am 1. November 2010, begann in Deutschland das eID Zeitalter. Es wird erwartet, dass der neue Ausweis, zusammen mit dem von OpenLimit im Auftrag von Siemens entwickelten AusweisApp, jährlich an 5-9 Millionen Bundesbürgerinnen und Bundesbürger ausgerollt wird. Trotz einiger Startschwierigkeiten im ersten Monat nach der Einführung, gehen wir angesichts dieser erwartet breiten Streuung davon aus, dass sich hierdurch Authentisierungs- und Signaturtechnologien zu einem Medium des Alltags entwickeln werden.

Mit der Einführung des neuen Personalausweises in Deutschland geht die Investition in eine neue IT Sicherheitsinfrastruktur für Bürger, Behörden und Unternehmen einher. Mit dem sogenannten eID-Server wird eine serverseitige Authentisierung des neuen Personalausweises ermöglicht. OpenLimit bietet seit dem Start des nPA Wirkbetriebs im vergangenen November den eID-Server zum Kauf bzw. als Abonnement in Form eines eID-Dienstes gemeinsam mit Partnern an. In 2010 konnte OpenLimit neben der Bundesdruckerei mit ]init[, KDRS/RZRS und der Datenzentrale Baden-Württemberg bereits weitere Dienstanbieter akquirieren. Des Weiteren konnte OpenLimit in 2010 erste Pilot -und Wirkbetriebskunden für den eID-Server gewinnen. Hierzu gehören Unternehmen wie Impuls und Datev.

Diese zunehmende Nachfrage nach elektronischer Identifizierung ermöglicht es OpenLimit, in weiteren Ländern aktiv zu werden. OpenLimit konnte im STORK-Projekt mit der Entwicklung des ersten Prototyps seine Kompetenz in der Entwicklung von Technologien für Identitäten demonstrieren. Das EU-Projekt STORK befasst sich mit der Interoperabilität der nationalen eID Programme. OpenLimit hat hier erfolgreich die Plattform spezifiziert und den ersten Prototypen für die eID-Programme in Deutschland, Österreich und Estlandentwickelt. Da weitere Staaten, wie beispielsweise Polen, Tschechien, Rumänien, Ungarn aber auch Japan die Vorteile von elektronischen Identitätsdokumenten für sich nutzen wollen und OpenLimit mit der erfolgreichen Einführung in Deutschland ein Leuchtturmprojet realisieren konnte, sind wir zuversichtlich, auch in weiteren eID Projekten erfolgreich anbieten zu können.

Weiterhin sehr erfreulich ist die Zusammenarbeit mit Fujitsu im Bereich vertrauenswürdige Langzeitspeicherung. Die OpenLimit Middleware Technologien für die Langzeitspeicherung von Daten und Dokumenten, wurden in das Fujitsu Produkt SecDocs integriert und im März 2010 beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zur Zertifizierung angemeldet. Dieses Produkt konnte bereits im vergangenen Jahr bei Pilotkunden aufgesetzt werden und eine Pipeline an potentiellen Endkunden wurde aufgebaut. Durch die Integration von OpenLimit Technologien in ein Produkt von Fujitsu, welches global vertrieben werden soll, ist OpenLimit im Kerngeschäft des weltweit führenden Serverherstellers angekommen. Dieser Dienst wurde bereits offiziell zur CeBIT 2011 angekündigt.

Fujitsu und OpenLimit arbeiten aber nicht nur im Zusammenhang mit dem Produkt SecDocs erfolgreich zusammen. Im Februar 2010 wurde OpenLimit durch Fujitsu beauftragt, Servertechnologien für das grösste Digitalisierungsprojekt im Behördenumfeld in Europa zu liefern. Dieses Projekt ist, nach dem AusweisApp-Projekt, der zweite Auftrag im siebenstelligen Euromillionenbereich. Die OpenLimit Komponenten werden in den kommenden Jahren für die Massensignatur von geschätzten ein bis drei Milliarden Dokumenten nach einem „Pay-per-signature" Modell eingesetzt.

Diese positiven Entwicklungen, eine stetig wachsende Vertriebspipeline, steigende durchschnittliche Projektvolumina und die neuen transaktionsbasierten Preismodelle lassen uns positiv in die Zukunft blicken. Somit gehen wir weiterhin von solidem Umsatzwachstum für 2011 gegenüber 2010 aus, wobei nach erfolgter Zertifizierung der neuen OpenLimit Version 3 sowie von SecDocs mit einer starken Dynamisierung des Wachstums zur rechnen ist. Demnach wird OpenLimit im Verlauf der kommenden Monate eine genauere Guidance fürs Gesamtjahr veröffentlichen. Die aktuelle Herausforderung liegt primär in der Abschätzung der Wachstumskurve und dem Eintreten von Netzwerkeffekten.

Der vollständige Geschäftsbericht 2010 liegt hier zum Download für Sie bereit: http://www.openlimit.com/assets/files/ir/d/OL_Geschaeftsbericht_2010.pdf

Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2010

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