Smart Meter Gateway

Durch den beschlossenen Ausstieg aus der Kernenergie und durch die Novellierung des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) im August 2011 in Deutschland, hat die Bundesregierung erstmals die zügige Einführung eines neuartigen Stromnetzes, einem so genannten „Smart Grid“, gefordert. Dieses intelligente Stromnetz setzt sich aus vier Komponenten zusammen: Einem modernen Stromzähler (Smart Meter), einem Sicherheitsmodul (HSM), einer Kommunikationsinfrastruktur und einer intelligenten Schnittstelle zu den Interessengruppen (Smart Meter Gateway).

Die Einführung eines Smart Grids hat vielerlei Vorteile für Konsumenten, sowie für die Stadtwerke oder Energieversorger. Auf der einen Seite hat der Endverbraucher somit zum ersten Mal einen detaillierten Überblick über seinen Strombedarf und Kosten. Er kann künftig jene Tageszeiten ausfindig machen, an denen er am kostengünstigsten Strom konsumieren kann. Auf der anderen Seite erlaubt ein solches intelligentes Stromnetz wiederum den Energieversorgern die Netzauslastung besser zu bemessen. Dies ermöglicht es die vorhandene Infrastruktur besser nutzen zu können und großflächigen, volkswirtschaftlich teuren Stromausfällen, sogenannte Blackouts, entgegenzuwirken.

Die deutsche Bundesregierung fordert bei einem solchen Messsystem ein hohes Mass an Datensicherheit bei der Kommunikation und Auslesung der Kundendaten. Aus diesem Grund hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) damit beauftragt, Anforderungen an die Sicherheitsarchitektur von intelligenten Netzen zu entwickeln. Um künftig am Markt ein Messsystem anbieten zu dürfen, wird eine Zertifizierung nach dem BSI Schutzprofil sowie eine eichrechtliche Prüfung der Physikalisch-Technischen-Bundesanstalt (PTB) verlangt.

Smart Meter Gateway - Schema

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